Staats-, Sozial- & Kulturphilosophie
Staatsphilosophie, Gesellschaftsvertrag & Gerechtigkeit
Warum unterwerfen sich Menschen staatlicher Herrschaft und was macht einen Staat legitim und gerecht? Vertragstheorien begründen den Staat aus dem hypothetischen Naturzustand, während moderne Gerechtigkeitstheorien faire Verteilungsregeln entwerfen.
Zentrale Thesen, Begriffe und Gedankengänge
- Naturzustand und Vertrag: Thomas Hobbes (Krieg aller gegen alle ➔ absoluter Staat für Sicherheit); John Locke (Schutz natürlicher Rechte: Leben, Freiheit, Eigentum ➔ Gewaltenteilung)
- Jean-Jacques Rousseau: 'Der Mensch wird frei geboren, und überall liegt er in Ketten' – Volkssouveränität und der Gemeinwille (Volonté générale)
- Gerechtigkeitstheorie von John Rawls: Gedankenexperiment des 'Schleiers des Nichtwissens' (Veil of Ignorance) – faire Grundsätze ohne Kenntnis der eigenen gesellschaftlichen Stellung
- Freiheitsbegriff (Isaiah Berlin): Negative Freiheit (Freisein von staatlichem Zwang) vs. positive Freiheit (Befähigung zu selbstbestimmtem Leben)
- Widerstandsrecht: Wann haben Bürgerinnen und Bürger das Recht oder die moralische Pflicht, unerträglichem Unrecht Widerstand zu leisten?
Interaktive Übungen (5)
Theorien des Staates: Hobbes, Locke, Rousseau, Marx, Weber
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