Staats-, Sozial- & Kulturphilosophie

Sprachphilosophie, Hermeneutik & Postmoderne

Sprache ist nicht nur ein Werkzeug zur Informationsübertragung, sondern das Medium, in dem sich unsere Welterfahrung überhaupt erst konstituiert. Sprachphilosophie und Hermeneutik erforschen das Verstehen von Texten, die Grenzen des Sagbaren und das postmoderne Ende der großen Erzählungen.

Zentrale Thesen, Begriffe und Gedankengänge

  • Später Wittgenstein: 'Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache'; Sprache als vielfältige 'Sprachspiele' mit eigenen Regeln
  • 'Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt' (Tractatus): Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen
  • Hermeneutik (Gadamer): Verstehen als 'Horizontverschmelzung' zwischen Leser und historischem Text im hermeneutischen Zirkel
  • Strukturalismus & Poststrukturalismus: Zeichen existieren nur im System von Differenzen (Saussure); Dekonstruktion scheinbar fester Gegensätze (Derrida)
  • Postmoderne (Lyotard): 'Unglaube gegenüber den Metaerzählungen' (Fortschritt, Emanzipation, Vernunftsysteme) und Anerkennung von Pluralität

Interaktive Übungen (6)

Philosophie der Sprache

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