Erkenntnistheorie, Anthropologie & Existenz
Friedrich Nietzsche & Existenzphilosophie
Friedrich Nietzsche (1844–1900) hinterfragte radikal die traditionelle christliche Moral und Metaphysik. Seine Gedanken bereiteten den Weg für den Existentialismus des 20. Jahrhunderts, in dem der Mensch zur radikalen Selbstverantwortung und Freiheit aufgerufen wird.
Zentrale Thesen, Begriffe und Gedankengänge
- 'Gott ist tot': Diagnose der Säkularisierung und des Nihilismus – der Mensch verliert traditionelle Sinnstiftungen und muss eigene Werte schaffen
- Herrenmoral vs. Sklavenmoral: Kritik an Mitleidsethik als Unterdrückung von Stärke und Lebensfreude; Aufruf zur 'Umwertung aller Werte'
- Der 'Übermensch': Ideal eines schöpferischen Menschen, der Sinn aus sich selbst heraus erschafft und die 'Ewige Wiederkunft des Gleichen' bejaht (Amor Fati)
- Existenzphilosophie (Sartre, Camus): 'Die Existenz geht dem Wesen voraus' – der Mensch ist verurteilt zur Freiheit und muss seinem Leben selbst Sinn verleihen
Interaktive Übungen (5)
Friedrich Nietzsche – Philosoph des Umbruchs
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