Existenzphilosophie, Anthropologie & Bewusstsein
Existenzialismus: Camus, Sartre & Absurdität
Der Existenzialismus rückte die konkrete menschliche Existenz in den Mittelpunkt: In einer Welt ohne vorgegebenen göttlichen Sinn ist der Mensch zur Freiheit verurteilt und muss die volle Verantwortung für sein Wesen und Handeln übernehmen.
Zentrale Thesen, Begriffe und Gedankengänge
- Existenz geht der Essenz voraus: Der Mensch existiert zuerst, begegnet sich in der Welt und definiert erst durch seine Entscheidungen, wer er ist
- 'Zur Freiheit verurteilt': Weil es keine Ausreden gibt, trägt der Mensch die ungeteilte Verantwortung für alles, was er tut ('Mauvaise foi' = Unaufrichtigkeit)
- Das Absurde (Albert Camus): Die schmerzhafte Kluft zwischen der menschlichen Sehnsucht nach Sinn und dem gleichgültigen Schweigen des Universums
- Der Mythos des Sisyphos: 'Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen' – Revolte und Lebensfreude im Angesicht des Sinnlosen
- Phänomenologie der Existenz: Der Mensch im Spiegel seiner Angst, Isolation und existenziellen Grenzerfahrungen
Interaktive Übungen (6)
Albert Camus – Philosophie des Absurden
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