Erkenntnistheorie, Logik & Wissenschaftstheorie
Erkenntnistheorie & Konstruktivismus
Woher wissen wir, was wahr ist? Können wir den Dingen auf den Grund gehen oder konstruiert unser Gehirn lediglich ein subjektives Modell der Wirklichkeit? Die Erkenntnistheorie analysiert die Bedingungen, Grenzen und Geltungsansprüche unseres Wissens.
Zentrale Thesen, Begriffe und Gedankengänge
- Klassische Wissensdefinition (Theaitetos): Wissen als wahre, begründete Überzeugung (Justified True Belief) und die Kritik durch Gettier-Probleme
- Erkenntnisskepsis: Vom antiken Pyrrhonismus über Descartes' Dämon bis zum modernen 'Gehirn im Tank'-Gedankenexperiment
- Empirismus (Locke, Hume): Der Geist ist bei der Geburt eine 'Tabula rasa' (unbeschriebenes Blatt); alles Wissen stammt aus Sinneserfahrung
- Radikaler Konstruktivismus (von Glasersfeld, Maturana): Wirklichkeit wird vom Nervensystem nicht abgebildet, sondern intern konstruiert ('Viabilität' statt absoluter Wahrheit)
- Kritik philosophischer Dogmen: Die ständige Bereitschaft, scheinbare Gewissheiten kritisch zu hinterfragen
Interaktive Übungen (4)
Grundlagen der Erkenntnistheorie
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