Frühe Neuzeit & Revolutionen

Absolutismus & der Sonnenkönig Ludwig XIV.

Der Absolutismus war eine Epoche königlicher Alleinherrschaft in Europa im 17. und 18. Jahrhundert, deren berühmtester Vertreter König Ludwig XIV. von Frankreich (der 'Sonnenkönig', Regierungszeit 1643–1715) war. Nach dem Leitsatz 'L'État, c'est moi' (Der Staat bin ich) konzentrierte der König die gesamte legislative, exekutive und judikative Macht auf seine Person. Gestützt auf ein stehendes Heer, eine loyale Beamtenschaft, die katholische Staatskirche und das Wirtschaftssystem des Merkantilismus nach Jean-Baptiste Colbert wurde das prunkvolle Schloss Versailles zum strahlenden Zentrum europäischer Macht.

Wichtige Daten, Fakten und Zusammenhänge

  • Fünf Säulen der absolutistischen Herrschaft: 1. Stehendes Heer, 2. Staatsverwaltung mit Beamten, 3. Hofstaat in Versailles, 4. Staatsreligion (Katholizismus), 5. Merkantilismus
  • Schloss Versailles: Politisches Zentrum und goldener Käfig für den Adel, um dessen Entmachtung und ständige Kontrolle zu sichern
  • Wirtschaftssystem Merkantilismus (Colbert): Maximierung von Exporten (Fertigwaren) und Minimierung von Importen (Zölle), Manufakturen und Rohstoffgewinnung in Kolonien
  • Ständegesellschaft im Absolutismus: Klerus (1. Stand) und Adel (2. Stand) genossen Steuerprivilegien; Bürger und Bauern (3. Stand, über 95 %) trugen die gesamte Steuerlast
  • Kriege & Staatsverschuldung: Expansionskriege und prunkvolle Hofhaltung führten Frankreich in eine schwere Finanzkrise, die später die Revolution 1789 auslöste

Interaktive Übungen (5)

Absolutismus

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