Die deutsche Literatur nach dem 19. Jahrhundert ist geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen und künstlerischen Innovationen. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Epochen:
Moderne (ca. 1890–1920)
Die Moderne reflektiert die Industrialisierung und die Krise des Individuums. Autoren wie Thomas Mann und Franz Kafka prägten diese Epoche mit Werken über Verstädterung und menschliche Isolation.
Expressionismus (ca. 1910–1925)
Der Expressionismus war eine rebellische Bewegung, die Ängste und Unsicherheiten des Ersten Weltkriegs ausdrückte. Georg Trakl und Alfred Döblin stehen für emotionale Intensität und symbolhafte Sprache.
Neue Sachlichkeit (ca. 1925–1933)
Diese Epoche betonte nüchterne Realität und Gesellschaftskritik. Erich Kästner und Bertolt Brecht prägten die Literatur der Weimarer Republik mit klaren, distanzierten Werken.
Nachkriegsliteratur (ca. 1945–1967)
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten sich Autoren wie Heinrich Böll und Günter Grass mit Schuld, Verlust und Wiederaufbau auseinander. Die Literatur reflektierte die NS-Vergangenheit und moralische Verantwortung.
Postmoderne (ca. 1968–1990)
Die Postmoderne brach mit traditionellen Erzählformen und setzte auf Ironie und Experimente. Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek hinterfragten gesellschaftliche Normen und verwischten Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur.
Berliner Republik (ca. 1990–heute)
Die Literatur der Berliner Republik behandelt globale Themen wie Migration und Digitalisierung. Autoren wie Daniel Kehlmann und Saša Stanišić spiegeln die Komplexität der modernen Gesellschaft wider.
Erklärvideos und Übungen
Hier findest du Erklärvideos und interaktive Übungen zu den verschiedenen Epochen